Bundestags- und Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Ludwigsburg, dem Landkreis und dem Stadtkreis Heilbronn kamen am 15. Juni 2026 auf Einladung des Bauernverbandes Heilbronn-Ludwigsburg zu einem agrarpolitischen Brunch auf den Hof der Familie Pflugfelder nach Möglingen. Gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern des Verbandes wurde über landwirtschaftliche Themen aus EU, Bund und Land diskutiert.
Im Einzelnen ging es um folgende Themen:
- Pflanzenschutzmittelwirkstoffe: Schilf-Glasflügelzikade, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gemüse, Verzicht auf Gold-Plating (nationale Verschärfung von EU-Vorgaben)
- Verwaltung: schnellere Bearbeitung von Bauanträgen, Anträgen zum Wasserecht etc., Lösungssuche statt Anträge nur abzulehnen
- Planungssicherheit Tierhaltung: Stallbau muss sich amortisieren können.
- Marktsituation: Niedrige Erzeugererlöse bei hohen Kosten, Energiekosten für landwirtschaftliche Betriebe senken.
- Auswirkung Nahostkonflikt auf Düngemittelkosten: kurzfristige Lösung spätestens zum Herbst 2026 notwendig.
- Düngeverordnung, Kulisse Rote Gebiete: Kulisse in Baden-Württemberg darf nicht ausgeweitet werden, keine Denitrifizierung (pauschale Reduzierung Nitrat um 20 %), Verursacherprinzip soll gelten
- Ziel der Ernährungssouveränität soll laut Koalitionsvertrag in der Landesverfassung verankert werden.
- Verhältnis Naturschutz/Artenschutz zu Landwirtschaft, gute landwirtschaftliche Praxis muss anerkannt werden
- Breitbandausbau: Kompletter Anschluss auch von Betrieben im Außenbereich erforderlich.
- Neugestaltung Gemeinsame Agrarpolitik, zwei Säulen müssen bleiben, Anpassung FAKT
- Mindestlohn: Sondersituation für Arbeitskräfte aus südosteuropäischen Ländern muss berücksichtigt werden, haben andere Lebenssituation als Arbeitskräfte aus dem Inland, Zulassung von Arbeitskräften aus Drittstaaten, Landwirt muss Arbeitskräfte von dort direkt auswählen können.




